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Der Joint

Ich hob den Blick, starrte in die Skyline hinein. Die welt, gesprenkelt mit tausend Farben. Der Kiffergott winkte mir, er war schwarz, trug ein jamaica-farbenes Shirt, und hielt einen übergrossen Joint in der Hand. Ehrlich gesagt sah ich ziemlich beschissen aus. Aber tja, was soll man machen?

" take it easy baby, the joint feel's good." sagte ich lachend. Aino legte den Koopf schief, guckte mich besorgt an. " Noemi, das war keine gute Idee." Es war mir scheissegal was sie da erzählte, ich sah nur den kiffergott, der gelassen auf uns Ghettokinder hinunterpaffte. Der NEbel, das wurde mir klar, das ist der Rauch von dem Kiffergott.

Gechillt betrachtete ich die Welt, die Skyline von Zürich, den Kiffergott, die blauen Häuser, die überdimensionalen Gummibärchen. Sie hüpften herum. " Noemi... komm ich bring dich zu mir. Komm Noemi." Das Lachen schüttelte mich, ich hörte nicht mehr auf, ich bekam keine luft mehr, ich zitterte und lachte. Ein verrücktes, unausstehlich schrilles Lachen. Ich lief durch die Strassen, überall die verwirrend glücklichen Gummibärchen.

Bei Aino angekommen, kotzte ich alles raus was es raus zu kotzen gab.

Ich fiel in ein schwarzes tief, die Gummibärchen fuhren auf den gelben Rutschen mit mir runter. Ach Drogenkind, sang ich.  Kleines Ghettokind, sang ich. Was ist bloss passiert? fragte ich die Gummibärchen. "ach drogenkind. ", seuftze der braune Gummibär, " Ach kleines Ghettokind, es kommt alles so wie es kommen muss. Du wirst vom Internat fliegen, hier zur Schule gehen. Du wirst Tag ein Tag aus high sein. Du wirst auf die Schule scheissen. Du wirst fallen wie ein kraftloser Stern. Auch wenn du meinst es geht nicht weiter runter, du kannst weiterfallen.  Mit spätenstens 16 wirst du an Drogenmissbrauch sterben. Kommt dann vom koksen kleines." sagte der Gummibär sanft. Ich nickte, mein Fall hatte ein Ende gefunden. " Hast recht. Doch was bringt mir mein Leben? Wieso nicht kiffen bis zum geht nicht mehr? Wieso Mühe geben, Gummibär? Nur damit ich später mit zwei Kindern, einem überarbeitetem Ehemann, und einem Dackel, in einem kleinem Reihenhaus ende? Tja. Ich mag die welt bunter, auch wenn ich sehr früh daran sterben werde, ich kann sagen ich hab mein Leben gelebt wie es gelebt werden musste." sagte ich zum Gummibär, und er strich mir die verkotzte Haarsträhne aus dem Gesicht.

Mein Herzschlag ging nun sehr schnell, und ich übergab mich wieder, kehrte aus der Gummibären Welt zurück. DIe Mutter meiner freundin beäugte mich misstrauisch, als Aino sagte ich hätte was schlechtes gegessen. Sie glaubte es nicht. Das war mir klar. Ich lächelte verträumt, dachte über die Gummibären nach, und was der eine zu mir gesagt hatte. Ich lachte, und lachte, zwischendurch kotzte ich. Die Welt drehte sich schneller,ich war mir sicher das jemand blaue Ringe rauchte.

Ich konnte nicht länger bei Aino bleiben und ging nach Hause. Dort fiel ich in einen tiefen Schlaf. Als ich aufwachte hatte ich Kifferhunger. Ich ass einen halben Zopf, drei Teller Polenta und Braten, zwei Tafeln Schokolade. nun sitze ich also hier, und denke an den Joint von morgen und was er mit sich bringen würde. Vielleicht wieder den braunen Gummibären.

14.10.07 21:48
 


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